08.01.2019                                   Tagesetappe: 230km

 

Flughafen – Jebel Akhdar / Saiq Plateau

 

Nach 6,5 std Flug mit Oman Air ist das Ziel pünktlich erreicht. Die Abholung des Fahrzeugverleihers wartet bereits.

Im Flughafen kann man noch gut am Automaten Geld ziehen, außerdem gibt es auch zwei Stände der führenden Mobilfunkbetreiber (Omantel und Ooredoo). Wobei Omantel die bessere Abdeckung hat.

Einige Kilometer weg vom Flughafen findet die Fahrzeugübergabe statt.

Der Wagen ein Nissan 4.0 V6 mit Dachzelt und Camping -Equipment ist in tadellosem Zustand.

Das erstes Ziel das Gebirgsmassiv um den 3009m hohen Jebel Shamps. Beeindruckend, Berge können die Omani auch !!!!!

Wir erreichen Nizwa im Süden des Gebirgsmassiv über die Schnellstraße 15. Im dortigen Carrefour wird das Fahrzeug komplettiert.

Als erstes erkunden wir den südost Teil des Hajar Gebirges, den Jebel Akhadar „grüner Berg“.

Hier regnen die Wolken öfter ab und Landwirtschaft auf Terassenfelder steht im Vordergrund.

Die Region war lange isoliert bis das Militär eine Piste baute. Diese ist seit 2005 asphaltiert, wird aber vom Militär noch kontrolliert. Erlaubt sind nur 4x4 wegen der starken Gefälle.

Das Nachtlager wird in einem Wadi aufgeschlagen in 2300m Höhe gesäumt von 500 Jahre alten Bäumen ( " Immergrün") Der Ausblick ist gigantisch, die Canyon´s beeindruckend.

Aber es ist kalt, Eis am Zelt. Es ist ja schließlich Winter.  

 



09.01.2019                             Tagesetappe: 186 km

 

Jebel Akhdar / Saiq Plateau - Wadi Al Minthar

 

Die Sonne bringt alles wieder schnell auf Temperatur. Die heutige Schleife geht über al Hambra und Tanuf. Dort sind die Ruinen einer alten Stadt aus traditionellen Lehmziegeln zu besichtigen.

Tanuf wurde bei Auseinandersetzungen vom Sultan und den Briten zerstört (1959).

Der Nachtflug in den Oman steckt noch in den Knochen , so kommt eine kleine Pause im angrenzenden Wadi gerade recht. Niemand stört sich daran wenn man in das Wadi Tanuf hineinfährt.

Dort ist es herrlich schattig und kühl, nach 6km endet die Piste in einem Dorf.

Später erreichen wir noch Guhl, auch ein verlassenes Dorf im Gebirge. Das neue Dorf ist nur wenige hundert Meter vom alten Dorf entstanden. Wieder geht die Straße stetig bergan und teilweise wird es richtig steil…….also so richtig steil!!!!! Aus Teer wird Piste……

Die Straße endet an einem Aussichtspkt mit herrlichem Blick auf den Jebel Shambs. Viel beeindruckender ist der Canyon, der das Gebiet viele hundert Meter tief durchzieht.

Er wird auch der omanische Grand Canyon genannt.

Um einer erneuten eiskalten Nacht zu entgehen, geht´s zur Nachtlager Suche erstmal deutlich wieder runter.

 

Im Wadi Al Minthar auf 850m wird das Nachtlager aufgeschlagen.



10.01.2019                                    Tagesetappe:76 km

 

Wadi Al Minthar - Al Gafahat

Die Nacht war ruhig und deutlich wärmer. Ruhig solange, bis in der Frühe eine Goaßen-Herde das Wadi entlang zieht…….. Die machen einen Radau, unglaublich!!

Über al hambra geht’s nach Misfah. Dort ist ein ursprüngliches Dorf mit traditionellen Bauten zu besichtigen. Das spannende aber ist ein langer Spaziergang im Palmenhain mit seinem ausgeklügelten Bewässerungssystem.

Bei Bahla soll die schönste Befestigungsanlage im Oman zu besichtigen sein. Und das ist Sie!!!

Ein imposantes Bauwerk, toll restauriert und echt sehenswert, die perfekte Filmkulisse. Für 500 Baissa ( 1,10€) kann man locker eine std in der Anlage kreuz und quer rumlaufen. Man bekommt einen tollen Einblick in die vergangene Zeit.

Bei jedem Kontakt mit Einheimischen zeigt sich die ehrlich gemeinte Freundlichkeit , „welcome in Oman, have a nice journey“.

Bei einem Gemüsehändler wird wegen ein paar Früchten und Datteln gleich ein Kaffee gereicht.

Es ist Wind aufgekommen und der treibt Sand und Staub aus der Wüste vor sich her.

 

Bei Al Ghafat der Versuch ein windgeschütztes Plätzchen zwischen den Hügeln der Gebirgsausläufer zu finden. Die Nacht ist windig und unruhig.



11.01.2019                                  Tagesetappe: 125 km

 

Al Ghafat – Wadi Dahm

 

Es ist Freitag, in einem islamischen Land der wichtigste Tag in der Woche.

Vieles hat nur Vormittag geöffnet laut Reiseführer. Das erste Ziel heute ist der Palast von Jarbin.

Es sind kaum Touristen da, auch dieser Palast eines alten Würdenträgers ist sehenswert. Der große Palast ist so verwinkelt gebaut, das es echt eine Herausforderung ist die Orientierung im Gebäude zu behalten.

Der Reiseführer und die Übersichtskarte sind echt hilfreich. Wie auf einem Abenteuerspielplatz streifen wir durch Gänge und Stockwerke und versuchen alle Räumlichkeiten und Geheimgänge zu finden.

 

Bei al Ayn gibt’s noch 5000 Jahre alte Bienenkorbgräber zu besichtigen. Aus grob gehauen Steinen wurden die Gräber mehrschichtig erstellt und stehen vor dem markant zerklüfteten Jebel Misht.

Der könnte auch in den Dolomiten stehen.

 

Als nächstes steht die Erkundung des Wadi Dahm auf dem Plan. Wie geht das auf omanisch???

Also man fährt so weit es geht mit dem Auto das Wadi hinein. Läuft dann zu Fuß weiter bis die richtigen pools kommen und springt in die Fluten. Brrrrr……. Ganz schön frisch, geschätzte 17-18 Grad. Aber herrlich klares sauberes Wasser.

 

Unter tags sind auch Einheimische hier, die picknicken. Abends wird es ruhig und die untergehende Sonne zaubert ein tolles Licht.



12.01.2019                                     Tagesetappe:185km

 

Wadi Dahm – Snake Canyon

 

Es geht westlich um das Gebirge, beeindruckende zerklüftete Felswände, traumhafte Täler.

Rustaq ist die nächst größere Stadt. Vorher eine Rundfahrt durch mehrere Wadis.

Vom Wadi Sahan zum Wadi Rusti und weiter in den Snake Canyon. Alles Piste und herrliche Landschaften.

Im Snake Canyon geht´s zu Fuß weiter. Der Canyon ist teilweise nur noch wenige Meter breit, aber tief eingeschnitten.

Nach einem guten halben Kilometer kommt ein Pool zum Baden. Nach weiteren 100m Metern würde es nur noch schwimmend voran gehen.

Der erste Pool ist ideal, klar und es tummeln sich Fische darin. Das Wasser ist kühl und es gibt Fusspflege. Wenn man sich ruhig verhält kommen die Fische und knabbern die Füße ab……….

Im Oman wird am Abend in vielen Coffeshops und Restaurants gegrillt. Genau das soll es heute zum Essen geben.

Am Abend geht’s die paar Kilometer nach Rustaq zurück. Das örtliche Fort ist schon geschlossen und die Souks sind auch überschaubar. Zur Hauptsache wird Frauenkleidung verkauft.

Völlig wurscht…….heute gibt´s Fleisch vom Grill.

 

Vollgefressen geht´s in der Dunkelheit zurück in den Snake Canyon



13.01.2019                                         Tagesetappe:100km

 

Snake Canyon – Wadi Al Abyad

 

Die sternenklare Nacht herrlich ruhig………..bis die Goaßen wieder kommen. Da fliegen Steine von den Felswänden, da gibt´s Gemecker.

Die drehen und schubsen sogar im Flussbett die Steine um bei der Futtersuche. Da schlafst nix mehr!!!!

Nach dem Frühstück erstmal zur Fusspflege, man gönnt sich ja sonst nix.

Dann in den Bergen über eine Pistenverbindung ins Nachbartal und so weiter. Immer wieder passiert man einsame Dörfer, die manchmal auch ärmlicher aussehen. Doch vor vielen Wohnbauten, Haus oder Blechhütte steht ein Toyota. Nicht nur Bauern-toyo´s (Pickup Variante), sondern ein V8 Landcruiser.

Irgendwann sind wir im Wadi Bani und dann im Wadi bani Kharous. Im Dorf Al Aljia geht´s

zu Fuß das Wadi fluß aufwärts und nach 15 min Fußweg herrliche Pools zum Baden.

In der Nähe von Al Awabi kann man über das Wadi Al Abyad in die Nähe der sog “ blue ponds „ gelangen.

Dort ist im Overländer ein herrlicher Übernachtungsplatz beschrieben ( Danke mankei –Travel).

Das Wadi ist weitläufig, an verschieden Stellen führt das Wadi fließendes Wasser an der Oberfläche.

 

Unser Übernachtungsplatz ist genauso ausgestattet und noch dazu das Wasser wohl temperiert.



14.01.2019                                   Tagesetappe: 284 km

 

Wadi Al Abyad - Ramlat al Wahibab Wüste

 

He was ist das? Wolken am Himmel……aha gibt´s also auch!!

Eigentlich war als nächster visit point die blauen Pools geplant. Doch es empfiehlt sich den Reiseführer genau zu lesen. Wir waren quasi kurz davor……….

In Nakhla erstmal Logistik: Einkaufen, denn es gibt im Auto nur noch Datteln…..

Dann Fahrzeugpflege. Übrigens im Oman ist fahren mit einem schmutzigen Auto eine Ordnungswidrigkeit. Die soll sogar geahndet werden.

Lieber nicht ausprobieren, denn für umgerechnet 2,5€ putzen 3 Pakistani das Auto außen und innen………

In der der Zeit gibt´s im benachbarten Coffeshop ein zweites Frühstück und Kaffee.

Hier werden wir von einem Einheimischen angesprochen der uns wieder einmal im Oman Willkommen heißt und seine Hilfe anbietet( Handynummer hinterlässt). Er hat viele Jahre für eine deutsche Firma gearbeitet.

Er kann noch ein paar Brocken Deutsch und wenn es irgendein Problem gibt, einfach nur melden.

Ein ehrlich gemeintes Hilfsangebot ohne einen kommerziellen Hintergrund.

Wir folgen der 23 nach Südosten der Wüste entgegen. Die Straße ist bis zu 6 spurig mit durchgehender Strassenbeleuchtung.

Unglaublich, was ist „Energie“??? Keine Ahnung ,aber wir haben reichlich davon!!!!!

Der Verkehr ist mehr als überschaubar…….und es gibt LKW Tempolimit´s mit 100 km/h !!!!!!

Es wird überall gebaut und im wahrsten Sinne werden Berge versetzt. Kurz hinter Ibra beginnen die Ausläufer der Ramlat al Wahibab Wüste.

Die Dünenzüge verlaufen in Nord Süd Richtung. Wir fahren einige Kilometer über teilweise sandige Piste in die Ramlat al Wahibab hinein und schlagen beim letzten Sonnenstrahl zwischen den Dünen das Nachtlager auf.

Am Rand der Wüste ist noch relativ viel Verkehr zu ein paar Touricamps.

Wüstenfeeling im Bungalow mit Klima ab 35 Rial …… wer´s braucht.

Der erhoffte Sternehimmel bleibt leider aus, da der zunehmende Mond verflucht hell strahlt.

Trotzdem eine geile Wüstennacht………endlich wieder.



15.1.2019 Tagesetappe:125km

Wir erwachen mit geschlossener Wolkendecke. Die Sonne braucht ein paar Stunden bis sie die Wolken aufgelöst hat.

Alles ist feucht, das Zelt vom Tau richtig naß. Erstaunlich, in den Bergen war alles richtig trocken.

 

Somit kommen wir später los. Zuerst will ich eine lockere Dachzeltfixierung nach ziehen. Ich steuere ein Paar Häuser an. Ein junger Omani ist hilfsbereit. Er fährt tatsächlich mit seinem V8 Toyo 100m zum nächsten Haus. Dort steht ein Pickup